• Anders Prey
  • Anna Ulmer
  • Florian Huber
  • Kalle Spielvogel
  • Lara Meise
  • Lea Maginski & Paul Dorobisz & Jesse Jacobsen & Luisa Lukas
  • Leandra Bigale
  • Maximilian Flachsenberg
  • Nadine Kles
  • Nikolas Tesch
  • OTO ∙ N  ∙  Listening Room
  • PIKPorree Kollektiv
  • Sebastian Enders & Hannes Latour
  • Svenja Schaller | Nadine Scharsitzke

Anders Prey

15.09. - 31.10.2024

Anders Prey

Anders Prey – Tagträume
Beton, Holz

Verschiedene Orte im Stadtraum geplant

Anders Prey möchte mit seinem Projekt zu einem offen Umgang mit Skateboardkultur einladen und Tagträume für Skaterinnen Realität werden lassen.
Thematisch angelegt an Kiel und seine Nähe zum Wasser erinnern seine skulpturalen Interventionen an Wellen. Farblich in neonblau gestaltet, sind die Skulpturen klar sichtbar.

Das Wasser ist in Kiel nicht nur durch die Förde, sondern auch durch den Holstenfleet und den Bootshafen, welcher seit Jahrzehnten auch von den Skater*innen genutzt wird, im Innenstadtbereich allgegenwärtig. Die Wellenform dient dabei nicht nur als flüssige Bewegungsform für das Skaten, sie besinnt sich auch auf den Ursprung des Skateboarding, welches von Surfern in den USA erfunden wurde.

Die Form einer Welle minimiert den größten Kritikpunkt am Skateboarding, die Lautstärke, da es vornehmlich um das einfache Rollen geht, was im Vergleich zu Sprüngen deutlich leiser ist. Die Skulpturen sind dabei nicht nur von Skateboarder*innen nutzbar, sie eignen sich auch als Liege- und Sitzplatz, sind mit Inlineskates, Rollschuhen, Stuntscootern, BMX Rädern und für Kinder auch zu Fuß benutzbar.

Kiel

Anna Ulmer

17.07. - 31.12.2024

Anna Ulmer

Anna Ulmer
Playspce 2.0


Playspace wertet den städtischen Raum spielerisch auf und stammt von der Designerin Anna Ulmer. Das Design umfasst verschiedene Module zur Montage an alltäglichen städtischen Pfosten wie Wegweisern, um gewöhnliche, funktionale Bereiche als Spielräume neu zu (re-)interpretieren.

Im Rahmen von going public - Von öffentlichen Interesse werden die Module über die Stadt verteilt zum Einsatz kommen, auftauchen und wieder verschwinden, funktional getestet und spielerisch genutzt. Das Projekt lotet das kreative Potential kleinster Design-Interventionen im städtischen Raum aus und sieht Stadt nicht allein als Infrastruktur, sondern als soziales Geflecht an Interaktionen.

Kiel

Florian Huber

17.07. - 17.11.2024

Florian Huber

Ruhender Fortschritt
Skulptur, E-Scooter, Beton


Die Skulptur „Ruhender Fortschritt“ spielt mit den unterschiedlichen Assoziationen und Vorstellungen von Dynamik. Ein E-Scooter, der gemeinhin moderne Mobilität symbolisiert, wird durch den Guss in Beton in eine starre und unbewegliche Skulptur verwandelt. Damit regt die Arbeit den Diskurs über Fortschrittsgedanken in der e - Mobilität und den Nutzen für das Klima weiter an.

Das Werk, inspiriert von Wolf Vostells Skulptur „Ruhender Verkehr“, verwebt somit subtil Kunst und soziale Kommentare in einem Betongefüge. Bereits im Jahre 1969 hat Wolf Vostell geplant, mit seiner Skulptur einen Parkplatz zu besetzen und so Teile des öffentlichen Raums für die Kunst zurückzugewinnen.
In den letzten Jahren wird der gemeinsam genutzte öffentliche Raum immer und immer knapper.

Neben dem Zuwachs an den auch in der Stadt gefahrenen Geländeautos / SUV’s sind auch seitens der Elektromobilität Neuerungen auf den Straßen unterwegs und beanspruchen diese zusehends mit.

Dazu zählen neben den Lastenrädern auch die E-Scooter. Letztgenannte werden von verschiedenen Anbietern zur Ausleihe per App bereitgestellt. Abstellen kann man diese E-Scooter in Zonen, die auf der Karte der App angezeigt werden. Ob das ein Gehweg, eine Bushaltestelle oder dergleichen ist, spielt dabei leider keine Rolle, solange sich der Abstellort in der vorgesehenen Zone befindet. Mittlerweile gibt es

Städte, die die Nutzung von E-Scootern bereits wieder verbieten, so unlängst in Paris. Nach dem dortigen Volksentscheid im Frühjahr 2023 wurde entschieden, dass der E-Scooterverleih verboten werden soll, seit September 2023 wurde dies auch umgesetzt. Zuvor wurde es bereits in Barcelona und Montréal untersagt. Auch in den deutschen Städten gibt es diesbezüglich immer wieder Diskussionen und Anregungen, die Nutzung zumindest zu regulieren und so besser zu gestalten.

„Ruhender Fortschritt“ ist eine künstlerische Arbeit, die bei näherer Betrachtung tiefergehende Bedeutungsebenen enthüllt. Der Titel selbst suggeriert eine Ironie und vielschichtige Sprache: Fortschritt, eingefroren und scheinbar unbeweglich. Es lädt als kraftvolles Statement dazu ein, über die Grenzen zwischen Fortschritt und Regulierung, Mobilität und Einschränkung in unserer Gesellschaft nachzudenken. Auch kann die Wahl des Scooters als zentrales Element dieser Kunstinstallation als Kommentar zur Mobilität, Jugendkultur und urbanem Lebensstil interpretiert werden. Der Scooter, normalerweise ein Symbol für Bewegung und Freiheit, wird durch das Einbetonieren in eine neue, immobile Existenz transformiert. Diese Transformation wirft Fragen zur Veränderung von Bedeutungen und Kontexten auf: Wie verändert sich die Bedeutung eines Objekts, wenn es in einem anderen Medium eingefangen wird?

Das Eingießen in Beton verleiht dem Scooter eine fast eingefrorene, zeitlose Qualität, die eine Art Stillstand oder eine eingefangene Momentaufnahme darstellt. Es provoziert Gedanken über die Vergänglichkeit
von Trends, Technologie und Identität und lädt ein über das Offensichtliche hinaus nach zu denken und persönliche Interpretationen zu entwickeln.

Künstlerbiografie
Florian Huber (*1985) hat in seiner über zehnjährigen praktischen Tätigkeit als Künstler bereits viele Erfahrungen mit der Umsetzung von Installationen im öffentlichen Raum, zum Beispiel die Installation „Distrikt Chemnitz“, eine über 1500 qm große Installation aus Bauzäunen am Karl-Marx-Monument im Jahr 2017. Seit Oktober studiert er Freie Kunst im Master an der Muthesius Kunsthochschule

Andreas-Gayk-Straße 7-11, 24103 Kiel

Kalle Spielvogel

18.09. - 17.11.2024

Kalle Spielvogel

Kalle Spielvogel
Animadversio
Soundarbeit, Lichtinstallation
(beantragt)

Im Projekt „Animadversio“ werden durch witterungsbeständige mediale Module, temporäre akustische oder visuelle Veränderungen hervorgerufen. Der öffentliche Raum – hier der Steg im Kleinen Kiel – wird zum neutralen Begegnungsraum, der einen unvoreingenommenen Dialog zwischen Menschen und Kunst ermöglicht.

In Animadversio betritt man den Steg des Kleinen Kiels, der ins Wasser hineinragt. Die Installation zielt darauf ab, diesen besonderen Ort akustisch zu erweitern und dazu anregen ihm mit neuer Aufmerksamkeit zu begegnen. Durch die Anpassung der Klänge entsteht ein neues, harmonisches Klangbild, welches die bestehende Atmosphäre subtil verändert. Die geschaffene Klanglandschaft lädt dazu ein, den Ort neu zu erleben und sich bewusst zu werden, dass die akustische Manipulation eine neue Sicht auf die Umgebung eröffnet.

Dieser akustische Eingriff soll nicht dominieren, sondern vielmehr subtil bereichern. Bei einer bewussten Auseinandersetzung zwischen Akustik und der vorhandenen Örtlichkeit kann realisiert werden, dass das akustische Bild, welches wir in unseren Köpfen erstellt haben, nur teilweise der Realität entspricht. Hier wird es dem Betrachter überlassen, ob dieser sich auf diese künstlich erzeugten Klänge und dessen Diskrepanz einlässt oder diese einfach als entspannende Nebengeräusche wahrnimmt.

Kalle Spielvogel (*1985) absolvierte seinen Master Of Fine Arts an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seine künstlerischen Schwerpunkte liegen im Bereich der Licht- und Soundinstallation. Thematisch beschäftige er sich vor allem mit der Sensibilisierung unserer Wahrnehmung. Wie nehmen Menschen Dinge und Lebewesen akustisch, visuell und taktikhaptisch wahr? Auch die Natur ist ein wiederkehrendes Element seinen Arbeiten. Ausgangspunkt sind oft Materialforschungen und -experimente. Dabei entstehen Mixed-Media Arbeiten, Rauminstallationen oder skulpturale/plastische Arbeiten.

Kleiner Kiel

Lara Meise

27.06. - 20.10.2024

Lara Meise

Lara Meise - Eleganter Lumpen in Zeiten der Dekadenz (The Memoir)
Installation & Performancezyklus in vier Akten
Schaufenster (von außen zu betrachten)

Performancezyklus in vier Akten, weitere Termine: TBC
Laufdauer: wechselnde Installationen ab 27. Juni bis Mitte Oktober

27. Juni 2024, 18 Uhr: Akt I

Lara Meise erschafft mit ihren Installationen surreal anmutende Räume von erlesen skurrilem Geschmack, die sie performativ bespielt und die den Betrachtenden erlauben, ihre inneren Welten zu betreten. Alles Ausgestellte ist hochpersönlich, wirkt entwaffnend durch eine uneingeschränkte Verletzlichkeit.

Maßlos in der Lust an Übertreibung und dem offensiven Flirt mit Kitsch, behandelt sie mit viel Humor, in einer Mischung aus funkelnd-zuckersüßem Glamour und grotesken Grausigkeiten, abgrundtiefe und ernste Themen auf eine elegante und spaßige Weise.

Die Künstlerin selbst stellt sich als Teil des Raumes aus: Mittels sich aus der Rauminstallation ergebenden Performances schafft sie Verbindungen zwischen den vorbeieilenden Passanten und der Welt hinter dem Fensterglas.

Die Dynamik zwischen Beobachtenden und Beobachtetem, zwischen Subjekt und Objekt, machen das Schaufenster so zu einem spannenden Ort der Widersprüche und des Austausches, einer paradoxen Gleichzeitigkeit von Nähe und Abstand, Intimität und Öffentlichkeit.

Der Performancezyklus „Eleganter Lumpen in Zeiten der Dekadenz (The Memoir)“, den Lara Meise für den Pavillon am Ziegelteich konzipiert, besteht aus vier Akten und spiegelt das Leben von Geburt bis Sterben wider: Das Potential, das Verzehren, das Verschleißen bis zum Ende, wo sie ihren eigenen Tod als skurrile Pointe inszeniert.

Ziegelteich 2, 24103 Kiel

Lea Maginski & Paul Dorobisz & Jesse Jacobsen & Luisa Lukas

30.10.

Lea Maginski & Paul Dorobisz & Jesse Jacobsen & Luisa Lukas

Lea Maginski & Paul Dorobisz & Jesse Jacobsen & Luisa Lukas
Moli
Performance
30. Oktober 2024, 21 Uhr


Kostüme & Konzept: Lea Maginski & Paul Dorobisz
Design: Jesse Jacobsen
Sound Art: Luisa Lukas
in Kooperation mit BunkerClub Kiel

Emotionales Handeln nach dem Empfinden von Gefühlen und Bedürfnissen – als Kind ist dies nicht an die Welt der Erwachsenen oder an Begrifflichkeiten gebunden. Die Phantasie und genau dieses Empfinden schafft sich ihren eigenen Raum. Moli ist der kindliche Begriff für ein Bedürfnis nach Wärme, Geborgenheit, sich an jemanden, etwas, in etwas schmiegen.

Moli ist das Empfinden einer Atmosphäre, eines Gefühls. Zurück in die Geborgenheit und Leichtigkeit eines Kindes, ein Besuch zu dem, was immer noch in uns wohnt. Sinnbildlich hierfür ist das Erschaffen einer eigenen Welt im Kinderzimmer. Das beinhaltet das Bauen von Kissen-/Deckenlagern, das Verkleiden und das Kreieren eines eigenen Universums. Durch diese Welt lernen wir unsere Identität entdecken, unseren Bedürfnissen nachzugehen und unsere Grenzen zu erkennen.

Lea Maginski und Paul Dorobisz haben für Moli eine eigene Kollektion an Kostümen kreiiert, welche die 12 Performer*innen umgeben, nach außen schützen und das Innere nach außen kehren. Durch die Zusammenarbeit von Jesse Jacobsens Innenraumgestaltung und Luisa Lukas harmonischer Klangkomposition erhalten die Körper einen Raum der Geborgenheit, der ein vertrautes Zuhause schafft.

Die Performance im BunkerClub Kiel lädt das Publikum atmosphärisch ein und ermöglicht eine Zuflucht, wieder Kind zu sein.

Waisenhofstraße 6, 24103 Kiel

Leandra Bigale

17.07. - 20.10.2024

Leandra Bigale

Leandra Bigale – Verwurzelt
Organische Materialien (Erde, Grassoden)

Mehrere Standorte:
Lessingplatz
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie gg.über Sandhafen
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie / Carl Loewe Weg
(genaues Datum tbc)

Verwurzelt ist eine fortlaufende Kunstintervention, die die Verbindung zwischen Natur und menschlichem Ausdruck bzw. Systemen wie Zeichnungen, Wort und Schrift erkundet. In dieser neuen Phase des Projekts wird die Künstlerin inspiriert von ihrer vorherigen Bachelorabschlussarbeit Wenn Worte Wurzeln 2023. Für das Projekt Verwurzelt werden verschiedene Standorte in Kiel ausgewählt, um die botanischen Objekte zu platzieren. Diese Standorte können öffentliche Plätze, Parks, Straßenränder oder andere Freiflächen sein, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kunstwerke werden aus Grassoden und Pflanzschalen hergestellt, die die Künstlerin selbst aus recyceltem Plastik herstellt.

In jede Pflanzschale wird ein spezifisches Wort, eine Zeichnung (Gartenbauplanung Zeichnung), ein QR-Code geschrieben oder geformt. Die Wahl der Wörter, Symbole und Designs wird von der künstlerischen Vision und den sozialen, politischen oder ökologischen sowie ortspezifische Themen inspiriert, die die Künstlerin erkunden möchte.

Die Grassoden werden in den Pflanzschalen angeordnet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten angepflanzt, während die Wurzeln das Wort oder die Zeichnung ausformen. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, werden die Grassoden vorsichtig umgedreht und auf den ausgewählten Flächen platziert, sodass das Wort oder die Zeichnung deutlich sichtbar ist. Mit der Zeit wächst das umgedrehte Gras wieder nach oben und passt sich dem umliegenden Gras an, sodass es schließlich wieder vollkommen verschwindet.

K7 74, 24105 Kiel

Leandra Bigale

17.07. - 20.10.2024

Leandra Bigale

Leandra Bigale – Verwurzelt
Organische Materialien (Erde, Grassoden)

Mehrere Standorte:
Lessingplatz
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie gg.über Sandhafen
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie / Carl Loewe Weg
(genaues Datum tbc)

Verwurzelt ist eine fortlaufende Kunstintervention, die die Verbindung zwischen Natur und menschlichem Ausdruck bzw. Systemen wie Zeichnungen, Wort und Schrift erkundet. In dieser neuen Phase des Projekts wird die Künstlerin inspiriert von ihrer vorherigen Bachelorabschlussarbeit Wenn Worte Wurzeln 2023. Für das Projekt Verwurzelt werden verschiedene Standorte in Kiel ausgewählt, um die botanischen Objekte zu platzieren. Diese Standorte können öffentliche Plätze, Parks, Straßenränder oder andere Freiflächen sein, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kunstwerke werden aus Grassoden und Pflanzschalen hergestellt, die die Künstlerin selbst aus recyceltem Plastik herstellt.

In jede Pflanzschale wird ein spezifisches Wort, eine Zeichnung (Gartenbauplanung Zeichnung), ein QR-Code geschrieben oder geformt. Die Wahl der Wörter, Symbole und Designs wird von der künstlerischen Vision und den sozialen, politischen oder ökologischen sowie ortspezifische Themen inspiriert, die die Künstlerin erkunden möchte.

Die Grassoden werden in den Pflanzschalen angeordnet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten angepflanzt, während die Wurzeln das Wort oder die Zeichnung ausformen. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, werden die Grassoden vorsichtig umgedreht und auf den ausgewählten Flächen platziert, sodass das Wort oder die Zeichnung deutlich sichtbar ist. Mit der Zeit wächst das umgedrehte Gras wieder nach oben und passt sich dem umliegenden Gras an, sodass es schließlich wieder vollkommen verschwindet.

K7 74, 24105 Kiel

Leandra Bigale

17.07. - 20.10.2024

Leandra Bigale

Leandra Bigale – Verwurzelt
Organische Materialien (Erde, Grassoden)

Mehrere Standorte:
Lessingplatz
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie gg.über Sandhafen
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie / Carl Loewe Weg
(genaues Datum tbc)

Verwurzelt ist eine fortlaufende Kunstintervention, die die Verbindung zwischen Natur und menschlichem Ausdruck bzw. Systemen wie Zeichnungen, Wort und Schrift erkundet. In dieser neuen Phase des Projekts wird die Künstlerin inspiriert von ihrer vorherigen Bachelorabschlussarbeit Wenn Worte Wurzeln 2023. Für das Projekt Verwurzelt werden verschiedene Standorte in Kiel ausgewählt, um die botanischen Objekte zu platzieren. Diese Standorte können öffentliche Plätze, Parks, Straßenränder oder andere Freiflächen sein, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kunstwerke werden aus Grassoden und Pflanzschalen hergestellt, die die Künstlerin selbst aus recyceltem Plastik herstellt.

In jede Pflanzschale wird ein spezifisches Wort, eine Zeichnung (Gartenbauplanung Zeichnung), ein QR-Code geschrieben oder geformt. Die Wahl der Wörter, Symbole und Designs wird von der künstlerischen Vision und den sozialen, politischen oder ökologischen sowie ortspezifische Themen inspiriert, die die Künstlerin erkunden möchte.

Die Grassoden werden in den Pflanzschalen angeordnet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten angepflanzt, während die Wurzeln das Wort oder die Zeichnung ausformen. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, werden die Grassoden vorsichtig umgedreht und auf den ausgewählten Flächen platziert, sodass das Wort oder die Zeichnung deutlich sichtbar ist. Mit der Zeit wächst das umgedrehte Gras wieder nach oben und passt sich dem umliegenden Gras an, sodass es schließlich wieder vollkommen verschwindet.

Carl-Loewe-Weg, 24105 Kiel

Leandra Bigale

17.07. - 20.10.2024

Leandra Bigale

Leandra Bigale – Verwurzelt
Organische Materialien (Erde, Grassoden)

Mehrere Standorte:
Lessingplatz
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie gg.über Sandhafen
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie / Carl Loewe Weg
(genaues Datum tbc)

Verwurzelt ist eine fortlaufende Kunstintervention, die die Verbindung zwischen Natur und menschlichem Ausdruck bzw. Systemen wie Zeichnungen, Wort und Schrift erkundet. In dieser neuen Phase des Projekts wird die Künstlerin inspiriert von ihrer vorherigen Bachelorabschlussarbeit Wenn Worte Wurzeln 2023. Für das Projekt Verwurzelt werden verschiedene Standorte in Kiel ausgewählt, um die botanischen Objekte zu platzieren. Diese Standorte können öffentliche Plätze, Parks, Straßenränder oder andere Freiflächen sein, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kunstwerke werden aus Grassoden und Pflanzschalen hergestellt, die die Künstlerin selbst aus recyceltem Plastik herstellt.

In jede Pflanzschale wird ein spezifisches Wort, eine Zeichnung (Gartenbauplanung Zeichnung), ein QR-Code geschrieben oder geformt. Die Wahl der Wörter, Symbole und Designs wird von der künstlerischen Vision und den sozialen, politischen oder ökologischen sowie ortspezifische Themen inspiriert, die die Künstlerin erkunden möchte.

Die Grassoden werden in den Pflanzschalen angeordnet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten angepflanzt, während die Wurzeln das Wort oder die Zeichnung ausformen. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, werden die Grassoden vorsichtig umgedreht und auf den ausgewählten Flächen platziert, sodass das Wort oder die Zeichnung deutlich sichtbar ist. Mit der Zeit wächst das umgedrehte Gras wieder nach oben und passt sich dem umliegenden Gras an, sodass es schließlich wieder vollkommen verschwindet.

Lessingpl. 3, 24116 Kiel

Leandra Bigale

17.07. - 20.10.2024

Leandra Bigale

Leandra Bigale – Verwurzelt
Organische Materialien (Erde, Grassoden)

Mehrere Standorte:
Lessingplatz
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie gg.über Sandhafen
(ab 17. Juli bis 20. Oktober)
Kiellinie / Carl Loewe Weg
(genaues Datum tbc)

Verwurzelt ist eine fortlaufende Kunstintervention, die die Verbindung zwischen Natur und menschlichem Ausdruck bzw. Systemen wie Zeichnungen, Wort und Schrift erkundet. In dieser neuen Phase des Projekts wird die Künstlerin inspiriert von ihrer vorherigen Bachelorabschlussarbeit Wenn Worte Wurzeln 2023. Für das Projekt Verwurzelt werden verschiedene Standorte in Kiel ausgewählt, um die botanischen Objekte zu platzieren. Diese Standorte können öffentliche Plätze, Parks, Straßenränder oder andere Freiflächen sein, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kunstwerke werden aus Grassoden und Pflanzschalen hergestellt, die die Künstlerin selbst aus recyceltem Plastik herstellt.

In jede Pflanzschale wird ein spezifisches Wort, eine Zeichnung (Gartenbauplanung Zeichnung), ein QR-Code geschrieben oder geformt. Die Wahl der Wörter, Symbole und Designs wird von der künstlerischen Vision und den sozialen, politischen oder ökologischen sowie ortspezifische Themen inspiriert, die die Künstlerin erkunden möchte.

Die Grassoden werden in den Pflanzschalen angeordnet und über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten angepflanzt, während die Wurzeln das Wort oder die Zeichnung ausformen. Wenn die Pflanzen gewachsen sind, werden die Grassoden vorsichtig umgedreht und auf den ausgewählten Flächen platziert, sodass das Wort oder die Zeichnung deutlich sichtbar ist. Mit der Zeit wächst das umgedrehte Gras wieder nach oben und passt sich dem umliegenden Gras an, sodass es schließlich wieder vollkommen verschwindet.

Kiellinie

Maximilian Flachsenberg

03.07. - 08.07.2024

Maximilian Flachsenberg

Maximilian Flachsenberg
A Dance for Increasing Distances

A Dance for Increasing Distances ist eine skulpturale Installation, die einen illustren Reigen über die gesamte Fensterfront des spce | Muthesius spannt.

Entsprungen sind die geselligen Objekte und deren Inszenierung einer intensiven Auseinandersetzung mit Ästhetiken in industriellen Schlachtbetrieben. Dabei zitieren sie die­ Räume,­ Utensilien­ und­ Körper,­ die­ an­ diesen­ Orten­ wirken und schaffen eine formale Spannung zwischen klinisch anmutender Sterilität und substanzieller Fleischlichkeit.

Die Schlachter- & Metzgerschürze ist hier sinnbildhaft. Sie fungiert als physisch-hygienische Barriere, als Trennschicht zwischen arbeitenden (Mensch) und verarbeiteten Körper (Tier). Durch sie bleibt die Begegnung zwischen Tierkörper und Menschenkörper vermeintlich spurenlos und verliert sich auf der glatten Vinyloberfläche.

In Flachsenbergs Praxis artikuliert sich ein bewusst drastischer Umgang mit Motiven des Körperlichen und Intimen. Körper und Körperbilder werden verhüllt, aufgesprengt, manipuliert, und verweisen dadurch auf ihren sozial konstruierten Charakter. In Folge dieser künstlerischen Befragung verlieren die Kategorien Innen und Außen ihre Kontur. Es bildet sich eine diffuse Körperlichkeit aus, die vom kurios Possierlichen bis zum Düsteren reicht.

Als Schauplatz von politisch-ethischen Kämpfen werden „Körper“ permanent von diversen Ideologien vereinnahmt, ausgedeutet und definiert. Die hier ausgestellte Installation webt diese­ ambivalenten Eindrücke­ ineinander­ und entlarvt umso tragischer die Intensität von Gewalt und die dahinterliegenden Mechanismen, diese ‚erträglich‘ zu machen, zu rechtfertigen und zu banalisieren.

Andreas-Gayk-Straße 7-11, 24103 Kiel

Maximilian Flachsenberg

03.07. - 08.07.2024

Maximilian Flachsenberg

Maximilian Flachsenberg
A Dance for Increasing Distances

A Dance for Increasing Distances ist eine skulpturale Installation, die einen illustren Reigen über die gesamte Fensterfront des spce | Muthesius spannt.

Entsprungen sind die geselligen Objekte und deren Inszenierung einer intensiven Auseinandersetzung mit Ästhetiken in industriellen Schlachtbetrieben. Dabei zitieren sie die­ Räume,­ Utensilien­ und­ Körper,­ die­ an­ diesen­ Orten­ wirken und schaffen eine formale Spannung zwischen klinisch anmutender Sterilität und substanzieller Fleischlichkeit.

Die Schlachter- & Metzgerschürze ist hier sinnbildhaft. Sie fungiert als physisch-hygienische Barriere, als Trennschicht zwischen arbeitenden (Mensch) und verarbeiteten Körper (Tier). Durch sie bleibt die Begegnung zwischen Tierkörper und Menschenkörper vermeintlich spurenlos und verliert sich auf der glatten Vinyloberfläche.

In Flachsenbergs Praxis artikuliert sich ein bewusst drastischer Umgang mit Motiven des Körperlichen und Intimen. Körper und Körperbilder werden verhüllt, aufgesprengt, manipuliert, und verweisen dadurch auf ihren sozial konstruierten Charakter. In Folge dieser künstlerischen Befragung verlieren die Kategorien Innen und Außen ihre Kontur. Es bildet sich eine diffuse Körperlichkeit aus, die vom kurios Possierlichen bis zum Düsteren reicht.

Als Schauplatz von politisch-ethischen Kämpfen werden „Körper“ permanent von diversen Ideologien vereinnahmt, ausgedeutet und definiert. Die hier ausgestellte Installation webt diese­ ambivalenten Eindrücke­ ineinander­ und entlarvt umso tragischer die Intensität von Gewalt und die dahinterliegenden Mechanismen, diese ‚erträglich‘ zu machen, zu rechtfertigen und zu banalisieren.

Ziegelteich 2

Nadine Kles

15.09. - 31.12.2024

Nadine Kles

Nadine Kles - Artist in Residence
Gemeinschaftschule am Brook


Nadine Kles übernimmt ab Herbst 2024 eine Artist in Residence an der Gemeinschaftsschule am Brook. Sie überträgt ihre künstlerische Forschung in die Schule, nutzt diese als Arbeits- und Präsentationsort.

Durch die Koexistenz von künstlerischem Blick und schulischem Alltag ergeben sich neue Perspektiven, sowohl für die Schüler*innen, Lehrer*innen und den gesamten Schulbetrieb, als auch für die Künstlerin, die in einem bestehenden Organismus interveniert.

Iltisstraße 82, Kiel

Nikolas Tesch

19.06. - 30.06.2024

Nikolas Tesch

Nikolas Tesch – vacant
Lichtinstallation, LED-Röhren und LED-Strahler
@ Holsten Pavillon, Ziegelteich 2 unter der Überführung zum Karstadt, von außen zu betrachten

Leere Ladenflächen, ungenutzte Gebäude oder verlassene Hallen sind im Stadtbild allgegenwärtig, markieren Leerstellen, klaffen als Lücken und fallen gleichzeitig kaum mehr auf. Leerstand wird in einer von Konsum geprägten Innenstadtkulturaktiv aktiv kaschiert, verschwindet im Alltäglichen - besonders nachts. Er geht unter, fügt sich unaufgeregt dem städtischen Treiben, ist bedeutungslose Architektur.

Durch die Installation vacant wird dem Leerstand durch eine gezielte Beleuchtung wieder ein skurriles Leben eingehaucht, wird durch Lichtakzente zurück in das kollektive Bewusstsein der Stadtgesellschaft gerufen. LED-Röhren verstärken hierbei die Kanten und Ecken der bestehenden Architektur. Die Silhouette – das ausgehöhlte Skelett inmitten der Stadt – wird sichtbar. Nachts – zu einer Zeit in der die Innenstadt ruht – präsentiert sich sein Inneres, betont die Leere, nur um sich tagsüber wieder einzufügen.

Nikolas Tesch wird sich im Rahmen von Going Public – Von Öffentlichem Interesse ‚vergessenen‘ Orten in der Kieler Innenstadt widmen, und sie mit seinen Lichtinstallation teils zum letzten Mal zum Leben erwecken. Den Anfang macht der ehemalige Blumen-Muth Pavillon im Ziegelteich 2. Hier markiert die Installation einen Anfang, einen Moment der Reanimation für weitere künstlerische Bespielungen bis Mitte Oktober.

Ziegelteich 2, 24103 Kiel

OTO ∙ N  ∙  Listening Room

03.07. - 24.10.2024

OTO ∙ N  ∙  Listening Room

OTO ∙ N  ∙  Listening Room by Lucas Winterhalter & Janto Schönberg
@Holsten Pavillon, Ziegelteich 2
Programm:
*03. Juli 2024, ab 19 Uhr
*04. Juli 2024, ab 20 Uhr
*11. Juli 2024, ab 20 Uhr
*25. Juli 2024, ab 19 Uhr
*19. September 2024, ab 19 Uhr
*03. Oktober 2024, ab 19 Uhr


Guter Klang, Soundexperimente und ausgewählte Musik: Mit OTO∙N Listening Room schaffen wir einen Ort, inspiriert vom Konzept der japanischen Jazz Kissas, an dem man abseits des hektischen Alltags Musik in höchster Qualität genießen kann – ein Raum zum Abschalten und Zuhören. Als Listening Room konzipiert entsteht ein Resonanzraum, der es ermöglicht, Klang und Musik auf eine Weise zu erleben, die man sonst selten findet. Das Format präsentiert eine Vielfalt an Künstlerinnen, DJs und Musiker, die Klänge abseits der Clubs oder des Mainstreams vorstellen. Dabei tauchen wir in die unterschiedlichsten (Sub-)Genres ein und eröffnen Einblicke in neue Klangwelten.

Ziegelteich 2, 24103 Kiel

PIKPorree Kollektiv

02.07. - 11.07.2024

PIKPorree Kollektiv

PIKPorree Kollektiv – Kaffekränzchen im Trialog
Interaktive Installation & Performance in drei Teilen

I) Dienstag, 02.07.2024, am Hauptbahnhof, Sophienblatt/ Ecke Ringstraße (ehemaliger Standort St. Jürgenskirche)
II) Donnerstag, 04.07.2024, Ziegelteich / Ecke Andreas-Gayk-Straße
III) Donnerstag, 11.07.2024, Schloßvorplatz
jeweils 14- 22 Uhr

Wem gehört Raum? Wer prägt ihn und für wen wird er eigentlich geschaffen? Über die Platzierung dreier skizzenhaft anmutender Sitzbänke an drei verschiedenen, historisch sowie gesellschaftlich aufgeladenen Orten, wird sich PIKPorre Kollektiv diesen Fragen widmen.

Den Beginn markiert am 02. Juli die Aufstellung dreier nachempfundener Kirchenbänke am Ort der ehemaligen St. Jürgenskirche. Dieser, über Jahrhunderte hinweg bestehende Ort der spirituellen Zusammenkunft wurde 1909 zugunsten des wachsenden Hauptbahnhof Kiels verlegt. Dieses Stück Stadtgeschichte bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Die Kirchenbänke dienen sowohl symbolisch als auch sinnbildlich für die Institution Kirche und für die Frage nach der Deutungshoheit in einer Gesellschaft. So handelt es sich bei dem gewählten Vorbild der Kirchenbänke um das sogenannte „Volksgestühl“, samt Betschemel zum Niederknien als ein Zeichen der Demut. Demut wem gegenüber? Ohne die Ausrichtung auf ein vorgegebenes Altarbild entstehen auch hier neue Fragen nach Zugehörigkeit und Konnotation von Raum.

Die Intervention am Hauptbahnhof bildet den ersten Teil einer Trilogie, bei welcher an jedem neuen Ort die skizzenhaften Bänke umgebaut werden, um eine neue Fragestellung zur Deutungshoheit an dem Ort aufzuwerfen: Im Schlosshof wird eine der drei Bänke zur weltlich-herrschaftlichen Renaissance-Bank, am Standort ehemaligen Thaulowmuseum passend zum Motiv des Parks am zugeschütteten Ziegelteich wird eine zur bürgerlichen Parkbank umgeformt.

So entstehen schlussendlich drei verschiedene Bänke mit unterschiedlichen „Herr:innen“, die alle miteinander interagieren können. Sie laden die Vorübergehenden zum Verweilen ein und eröffnen so den Blick auf den umgebenden Raum und die Menschen, die ihn nutzen.

Die Passanten sind selbst Teil der Intervention und können diese auch selbst steuern - indem sie die Bänke neu anordnen und neue Funktionen zuordnen können.

Künstlerkollektiv PIKPorree
2022 aus der Freude am gemeinsamen Arbeiten gegründet, ist das aktuell dreiköpfige Performance - und Interventionskollektiv (PIK) Porree vor allem Akteurin im Lebensraum Stadt. Ziel ist es, Verwunderung zu stiften und Momente des Innehaltens zu schaffen. Mit kurzen Sketchen oder aufwändig geschaffenen, teils absurden Szenarien werden sich Themen wie Fürsorge, Haushalt, Gemeinschaft und Verfügbarkeit gewidmet - immer den Anspruch, neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung auch den humoristischen Aspekt von Kunst nicht aus den Augen zu verlieren. Seit ihrer Gründung 2022 führen sie regelmäßig Performances und Interventionen durch und suchen unter anderem im Rahmen von Kunstausstellungen nach Erweiterungsmöglichkeiten ihrer Arbeit wie zuletztin „reality render°vous“ (Stadtgalerie Kiel 2024) oder Einblick/Ausblick (2023).

Sophienblatt 29, Kiel

PIKPorree Kollektiv

02.07. - 11.07.2024

PIKPorree Kollektiv

PIKPorree Kollektiv – Kaffekränzchen im Trialog
Interaktive Installation & Performance in drei Teilen

I) Dienstag, 02.07.2024, am Hauptbahnhof, Sophienblatt/ Ecke Ringstraße (ehemaliger Standort St. Jürgenskirche)
II) Donnerstag, 04.07.2024, Ziegelteich / Ecke Andreas-Gayk-Straße
III) Donnerstag, 11.07.2024, Schloßvorplatz
jeweils 14- 22 Uhr

Wem gehört Raum? Wer prägt ihn und für wen wird er eigentlich geschaffen? Über die Platzierung dreier skizzenhaft anmutender Sitzbänke an drei verschiedenen, historisch sowie gesellschaftlich aufgeladenen Orten, wird sich PIKPorre Kollektiv diesen Fragen widmen.

Den Beginn markiert am 02. Juli die Aufstellung dreier nachempfundener Kirchenbänke am Ort der ehemaligen St. Jürgenskirche. Dieser, über Jahrhunderte hinweg bestehende Ort der spirituellen Zusammenkunft wurde 1909 zugunsten des wachsenden Hauptbahnhof Kiels verlegt. Dieses Stück Stadtgeschichte bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Die Kirchenbänke dienen sowohl symbolisch als auch sinnbildlich für die Institution Kirche und für die Frage nach der Deutungshoheit in einer Gesellschaft. So handelt es sich bei dem gewählten Vorbild der Kirchenbänke um das sogenannte „Volksgestühl“, samt Betschemel zum Niederknien als ein Zeichen der Demut. Demut wem gegenüber? Ohne die Ausrichtung auf ein vorgegebenes Altarbild entstehen auch hier neue Fragen nach Zugehörigkeit und Konnotation von Raum.

Die Intervention am Hauptbahnhof bildet den ersten Teil einer Trilogie, bei welcher an jedem neuen Ort die skizzenhaften Bänke umgebaut werden, um eine neue Fragestellung zur Deutungshoheit an dem Ort aufzuwerfen: Im Schlosshof wird eine der drei Bänke zur weltlich-herrschaftlichen Renaissance-Bank, am Standort ehemaligen Thaulowmuseum passend zum Motiv des Parks am zugeschütteten Ziegelteich wird eine zur bürgerlichen Parkbank umgeformt.

So entstehen schlussendlich drei verschiedene Bänke mit unterschiedlichen „Herr:innen“, die alle miteinander interagieren können. Sie laden die Vorübergehenden zum Verweilen ein und eröffnen so den Blick auf den umgebenden Raum und die Menschen, die ihn nutzen.

Die Passanten sind selbst Teil der Intervention und können diese auch selbst steuern - indem sie die Bänke neu anordnen und neue Funktionen zuordnen können.

Künstlerkollektiv PIKPorree
2022 aus der Freude am gemeinsamen Arbeiten gegründet, ist das aktuell dreiköpfige Performance - und Interventionskollektiv (PIK) Porree vor allem Akteurin im Lebensraum Stadt. Ziel ist es, Verwunderung zu stiften und Momente des Innehaltens zu schaffen. Mit kurzen Sketchen oder aufwändig geschaffenen, teils absurden Szenarien werden sich Themen wie Fürsorge, Haushalt, Gemeinschaft und Verfügbarkeit gewidmet - immer den Anspruch, neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung auch den humoristischen Aspekt von Kunst nicht aus den Augen zu verlieren. Seit ihrer Gründung 2022 führen sie regelmäßig Performances und Interventionen durch und suchen unter anderem im Rahmen von Kunstausstellungen nach Erweiterungsmöglichkeiten ihrer Arbeit wie zuletztin „reality render°vous“ (Stadtgalerie Kiel 2024) oder Einblick/Ausblick (2023).

Ziegelteich 2, Kiel

PIKPorree Kollektiv

02.07. - 11.07.2024

PIKPorree Kollektiv

PIKPorree Kollektiv – Kaffekränzchen im Trialog
Interaktive Installation & Performance in drei Teilen

I) Dienstag, 02.07.2024, am Hauptbahnhof, Sophienblatt/ Ecke Ringstraße (ehemaliger Standort St. Jürgenskirche)
II) Donnerstag, 04.07.2024, Ziegelteich / Ecke Andreas-Gayk-Straße
III) Donnerstag, 11.07.2024, Schloßvorplatz
jeweils 14- 22 Uhr

Wem gehört Raum? Wer prägt ihn und für wen wird er eigentlich geschaffen? Über die Platzierung dreier skizzenhaft anmutender Sitzbänke an drei verschiedenen, historisch sowie gesellschaftlich aufgeladenen Orten, wird sich PIKPorre Kollektiv diesen Fragen widmen.

Den Beginn markiert am 02. Juli die Aufstellung dreier nachempfundener Kirchenbänke am Ort der ehemaligen St. Jürgenskirche. Dieser, über Jahrhunderte hinweg bestehende Ort der spirituellen Zusammenkunft wurde 1909 zugunsten des wachsenden Hauptbahnhof Kiels verlegt. Dieses Stück Stadtgeschichte bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Die Kirchenbänke dienen sowohl symbolisch als auch sinnbildlich für die Institution Kirche und für die Frage nach der Deutungshoheit in einer Gesellschaft. So handelt es sich bei dem gewählten Vorbild der Kirchenbänke um das sogenannte „Volksgestühl“, samt Betschemel zum Niederknien als ein Zeichen der Demut. Demut wem gegenüber? Ohne die Ausrichtung auf ein vorgegebenes Altarbild entstehen auch hier neue Fragen nach Zugehörigkeit und Konnotation von Raum.

Die Intervention am Hauptbahnhof bildet den ersten Teil einer Trilogie, bei welcher an jedem neuen Ort die skizzenhaften Bänke umgebaut werden, um eine neue Fragestellung zur Deutungshoheit an dem Ort aufzuwerfen: Im Schlosshof wird eine der drei Bänke zur weltlich-herrschaftlichen Renaissance-Bank, am Standort ehemaligen Thaulowmuseum passend zum Motiv des Parks am zugeschütteten Ziegelteich wird eine zur bürgerlichen Parkbank umgeformt.

So entstehen schlussendlich drei verschiedene Bänke mit unterschiedlichen „Herr:innen“, die alle miteinander interagieren können. Sie laden die Vorübergehenden zum Verweilen ein und eröffnen so den Blick auf den umgebenden Raum und die Menschen, die ihn nutzen.

Die Passanten sind selbst Teil der Intervention und können diese auch selbst steuern - indem sie die Bänke neu anordnen und neue Funktionen zuordnen können.

Künstlerkollektiv PIKPorree
2022 aus der Freude am gemeinsamen Arbeiten gegründet, ist das aktuell dreiköpfige Performance - und Interventionskollektiv (PIK) Porree vor allem Akteurin im Lebensraum Stadt. Ziel ist es, Verwunderung zu stiften und Momente des Innehaltens zu schaffen. Mit kurzen Sketchen oder aufwändig geschaffenen, teils absurden Szenarien werden sich Themen wie Fürsorge, Haushalt, Gemeinschaft und Verfügbarkeit gewidmet - immer den Anspruch, neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung auch den humoristischen Aspekt von Kunst nicht aus den Augen zu verlieren. Seit ihrer Gründung 2022 führen sie regelmäßig Performances und Interventionen durch und suchen unter anderem im Rahmen von Kunstausstellungen nach Erweiterungsmöglichkeiten ihrer Arbeit wie zuletztin „reality render°vous“ (Stadtgalerie Kiel 2024) oder Einblick/Ausblick (2023).

Schloßplatz Kiel

Sebastian Enders & Hannes Latour

15.09. - 15.11.2024

Sebastian Enders & Hannes Latour

Sebastian Enders & Hannes Latour
alien objects
(Planungsphase)

Unsere Städte sind auf Autos ausgelegt. Andere Formen der (städtischen) Mobilität leiden darunter. Um die Lebensqualität zu sichern, sind neue Mobilitätsideen notwendig. Viele Städte in Europa unternehmen große Anstrengungen, um ihre Stadtlandschaften zu verändern. In Deutschland sind Versuche, Alternativszenarien umzusetzen, nicht durchdacht, stoßen bei den Bürgern auf Ablehnung und scheitern letztlich. Durch die Platzierung von Interventionen im urbanen Kontext wollen Sebastian Enders & Hannes Latour eine Irritation erzeugen, die Ideen inspiriert, die für eine nachhaltige Transformation notwendig sind.

Ziel des Projekts ist es, Städten ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie den Wandel anstoßen können. „alien objects“ dienen als Ausgangspunkt, Erkennungspunkt und Funke für Veränderung. Im städtischen Umfeld platziert, gibt die Intervention allen Beteiligten (Planungsbüros, Stadtverwaltung und insbesondere den Bürgern) Zeit und Raum, den städtischen Raum neu zu erfinden. Diese Objekte dienen als Orientierungspunkte für einen größeren Prozess. Durch sorgfältige Planung, Zusammenarbeit und künstlerischen Ausdruck zielt das Konzept darauf ab, eine urbane Transformation herbeizuführen und dazu beizutragen, die Art und Weise, wie wir urbane Mobilität denken, radikal zu verändern.

Um eine sichere Umgebung zu schaffen, in der transformative Prozesse stattfinden können, reicht eine einfache Blockade nicht aus. Stattdessen müssen wir ein Element einführen, das sowohl unerwartet als auch fremd für die städtische Umgebung ist. Dieses unkonventionelle Hindernis versperrt die Straße physisch und bietet den nötigen Raum für transformative Maßnahmen. Es stellt die Störung dar, die für neue Ideen erforderlich ist. Das außerirdische Objekt wird zu einem greifbaren Hindernis, das den Status quo in Frage stellt und eine Atmosphäre schafft, in der neue Perspektiven und innovative Konzepte gedeihen können.

Dänische Straße Ecke Jensendamm

Svenja Schaller | Nadine Scharsitzke

01.10. - 31.12.2024

Svenja Schaller | Nadine Scharsitzke

Svenja Schaller & Nadine Scharsitzke
Living with the Trouble –
oder wie gehen wir um mit Veränderung
Ein performativer Audiowalk

"Alles wandelt sich und wir bewegen uns mit, fügen uns ein."

In dem Audiowalk Living with the trouble beschäftigen sich die beiden Raumstrateginnen mit Themen fluktuierender Prozesse im Stadtraum und unterschwellig existierenden Hierarchien. Dabei verschmelzen Status quo mit zukünftigen Visionen von Stadt, der beobachtende Blick mit dem vorausschauenden Planen, die Aktualität mit der Utopie.

Der Audiowalk nimmt Teilnehmer*innen auf einen Trip durch die Stadt, konfrontiert sie mit Realitäten, spinnt fiktive Zukunftsszenarien und gibt Denkanstöße zu Veränderungen. Zukünftig dient er als eine Momentaufnahme, als ein Blick in das Kiel von 2024, den Ideen und der Vorstellungskraft des Möglichen.

Fleethörn Kiel

info

going public – Von öffentlichem Interesse


mit:
Leandra Bigale
Sebastian Enders & Hannes Latour
Maximilian Flachsenberg
Florian Huber
Nadine Kles
OTO · N - Listening Room by Lucas Winterhalter & Janto Schönberg
Lea Maginski & Paul Dorobisz & Jesse Jacobsen & Luisa Lukas
Lara Meise
PIKPorree Kollektiv (Meret Knapp, Lilli Preuss, Timo Schumm)
Anders Prey
Svenja Schaller & Nadine Scharsitzke
Kalle Spielvogel
Nikolas Tesch
Anna Ulmer

Kuratiert von Sven Christian Schuch
Commissioned & produced by sp ce | Muthesius
Instagram: goingpublic_kiel

going public – Von öffentlichem Interesse ist eine fortlaufende Reihe künstlerischer Interventionen und Performances im Kieler Stadtraum, Leerständen und öffentlichen Orten, kuratiert von Sven Christian Schuch.

Neben der Frage nach der Aktualität von Kunst & Design in alltäglichen Lebensrealitäten rückt going public – Von öffentlichem Interesse die akute Notwendigkeit und Pflege kritischer Stellungnahme zu sozio-politischen, ökologischen sowie strukturellen Fragen in den Fokus.

Die Palette an brisanten Themen, die besonders eine junge Generation in einen prekären Schwebezustand versetzt, scheint endlos: von der fortschreitenden Klimakatastrophe, kriegerischen Tätigkeiten einer sich in Erosionsprozessen befindenden globalen Weltordnung, den ökonomischen und psychologischen Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie, bis zum Erstarken ultranationaler Rechter, die demokratische Grundstrukturen radikal bedrohen.

Eine wirksame Konfrontation mit diesen komplexen Themen bedarf einer transgenerationalen offenen Diskussion, merken wir doch, dass auch die Formen des Protestes Potential für weitere Spannungen und ein Verhärten von Meinungsfronten birgt. In einer Zeit, in der Meinungen innerhalb medialer Blasen, deren Algorithmen komplexe Bezüge bewusst ausblenden, geformt werden, braucht es umso mehr öffentliche Orte der Begegnung, um destruktive neo-kapitalistische Automatismen aufzubrechen.

Bei going public – Von öffentlichem Interesse geht es darum, den Rahmen zu sprengen, sich nach außen zu richten, den Stadtraum als Bühne zu erkennen und einzunehmen. Kunst ist niemals losgelöst von gesellschaftlichen Kontexten, agiert jedoch mit einer eigenen Sprache, die konkret vermitteln kann, da sie Antworten nicht bereits vorgibt. Die stets zu verhandelnde Hauptfrage von going public – Von öffentlichem Interesse ist: Wie können Zeitgenössische Kunst und Design sinnlich-ästhetische Denkanreize schaffen? Wie können sie sinnvolle Interventionen anbieten angesichts einer anscheinend nicht enden wollenden Abfolge an Krisen?

TEAM
Kurator: Sven Christian Schuch

Presse: Maj-Brit Wussow, spce@muthesius.de
Technisches Team: Christian An, Jesse Jacobsen, Anders Prey
Projektassistenz: Shi Shi
Grafische Gestaltung: Irene Janson & Alexandra Knurowski

Dieses Projekt wird unterstützt von der Muthesius Kunsthochschule & aus den Mitteln für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Kiel

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